Historie

 

Piaggio wurde im Jahre 1884 vom damals 20-jährigen Rinaldo Piaggio in Genua,

Italien, gegründet. Zu jener Zeit war Piaggio im Schiffsbau tätig. Anschließend wurden Eisenbahnwagons, Lieferwagen und Straßenbahnen bei Piaggio produziert. Mit Beginn

des Ersten Weltkriegs wurde Piaggio im Bereich der Luftfahrt tätig. In Pontedera befand sich während des Zweiten Weltkrieges die Stammfabrik für den Flugzeugbau, welche 1943 durch alliierte Bomber stark beschädigt wurde. Mit Ende des Zweiten Weltkrieges nahm der Gründervater Rinaldo seine beiden Söhne Armando und Enrico ins Geschäft der Firma auf.

 

Besonders für Enrico Piaggio sollte sich der Eintritt in das familiengeführte Unternehmen nicht einfach gestalten, denn ihm kam die schwere Aufgabe zu, das stark beschädigte Werk in Pontedera wieder in Betrieb zu nehmen. Enrico begriff, dass Italien nach den Kriegsgeschehnissen danach strebte, schnellstmöglich die wirtschaftliche und soziale Notlage im eigenen Land zu verbessern. Das Eisenbahnnetz war zusammengebrochen und die Straßen vom Krieg gezeichnet. Enricos Beitrag war es, ein einfach zu bedienendes und zugleich für jedermann erschwingliches Fahrzeug zu konzepieren. Es sollte den schlechten Straßenverhältnissen jener Zeit stand halten und der Bevölkerung Italiens zu neuer Mobilität verhelfen.

Der Urvater der Vespa war ein Prototyp mit dem Namen MP5. Damalige Kollegen im Piaggio-Werk gaben dem MP5 aufgrund des seltsammen Designs den Namen Paperino (Deutsch Donald Duck). Für Enrico war das erste Designkonzept nicht überzeugend. Für einen zweiten Prototyp beauftragte er den Luftfahrt-Ingenieur Corradino D'Ascanio ein neuartiges Zweirad zu entwerfen.

D'Ascanio hatte keine Erfahrung mit Zweirädern und betrachtete das Projekt aus der Sicht eines Hubschrauber-Designers. Er empfand damalige Motorräder als schmutzig, sprerrig und unbequem. Corradino D'Ascanio war auf der Suche nach etwas Neuem, oder sogar Revolutionärem. Nächte lang zerbrach er sich den Kopf darüber, wie das perfekte Zweirad auszusehen und zu funktionieren habe. Um die von ihm so ungemochte, schmierige Antriebskette zu umgehen, entwarf er einen einteiligen Hohlkörper als Fahrgestell mit einer montierten Einheit aus Motor und Radführung. Zur einfachen Bedienung des Fahrzeugs wurde ein Schalthebel am Lenker angebracht. Einen mühelosen Reifenwechsel ermöglichte D'Ascanio, indem er anstelle einer Vorderradgabel eine Einarmschwinge, wie sie auch bei Flugzeugfahrwerken Verwendung findet, entwarf.

Das Design und die Funktion des neuen MP6 Prototyp von D'Ascanio war einmalig und genial zugleich. Als Enrico Piaggio den MP6 das erste Mal sah, rief er spontan "Sembra una Vespa". Zu Deutsch "es sieht aus wie eine Wespe" und geboren war die Vespa. Im Jahr 1946 brachte Piaggio mit der Vespa 98 die erste Serie auf den Markt. Die erste Vespa 50 gab es ab 1963.

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